Allah ist groß, und Mohammed unsichtbar…

Wenn Mohammed sich aber dann doch mal zeigt, verfallen seine Anhänger in außergewöhnliche Erregung, werfen mit Steinen und verbrennen Fahnen und Botschaften. Der gesunde Menschenverstand hat seine Mühe mit den Ereignissen um die Mohammed-Karikaturen. Informieren können Sie sich dazu bei Wikipedia. »Dreck am Stecken« haben dabei wohl beide Streithähne, der Okzident genauso wie der Orient.

Es kommt einem so vor, als müsse die westliche Medienmacht mit Nachdrucken und Stellungnahmen den dänischen »Jyllands-Posten« als die Speerspitze der freiheitlichen und aufgeklärten Presse gegen die muslimische Überreaktion verteidigen. Über die Rolle dieser Zeitung in der dänischen Gesellschaft lesen Sie am besten den Artikel der dänischen Politologin Jytte Klaussen im Spiegel. Es darf also darüber spekuliert werden, welche Motive die verschiedenen Zeitungen beim Nachdrucken der Karikaturen wirklich hatten.

Das Anzünden von Flaggen kann gefährlich sein, das von Botschaften ist aber schlicht und einfach eine Straftat. Diese stellen selbst die Begleiterscheinungen einiger Fußballspiele in den Schatten! Verwunderlich nur: Manche muslimische Regierungen haben sich erstaunlich schwer dabei mit ihrer Pflicht getan, Botschaften und deren Angehörige gegen den Mob der Straße zu verteidigen. Verständnis für Mob und Regierung darf keiner aufbringen, dem an einer freiheitlichen Gesellschaft gelegen ist.

Noch was: Wer gibt eigentlich dem dänischen Imam Akhmad Akkari und seinen Spießgesellen, die das Pulverfass mit ihren »Urheberrechtsverletzungen« angesteckt haben, eins auf die Mütze — immer im Rahmen der Rechtsstaatlichkeit natürlich!

Kampf der Kulturen? Nein, glaube ich nicht. Kampf der Federkiele und Stammtische vielleicht!