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Sturm der Heuchler im rassistischen Wasserglas

Anmerkung zur Entlassung von James Watson als Kanzler des Cold-Spring-Harbor-Laboratoriums

Abgesehen davon, dass es mit 80 Jahren mal Zeit wird jüngere heranzulassen, kann ich am Kern der Äußerung von Herrn Watson nichts Rassistisches entdecken. Man kann sich natürlich fragen, ob sich eine gesellschaftlich exponierte Person ungestraft derartig dumm-dreist äußern darf. (Das machten in letzter Zeit in Deutschland auch ein paar Kirchenobere, ohne daß sie gleich von ihren Ämtern enthoben wurden.) Aber allem Sturm der Heuchler zum Trotz hielte ich »kollektives Kopfschütteln« für das weitaus angemessenere Strafmaß.

Der Gedanke, daß der mittlere IQ rassenabhängig sein könnte, hat nichts mit Rassismus zu tun. Wir haben uns wie selbstverständlich daran gewöhnt, dass sich ein 100 m-Finale von olympischen Spielen praktisch nur aus dunkelhäutigen Läufern zusammensetzt. Schwarze können also schneller laufen, was ist also umgekehrt an dem Gedanken falsch, dass Weiße schneller denken können? Mal ganz davon abgesehen, daß man es nicht messen kann. Rassismus entsteht erst dann, wenn man aus dieser Erkenntnis ableitet, dass nur Schwarze Zugang zu Tartanbahnen, und nur Weiße Zugang zu Universitäten bekommen sollten.

Im Gegensatz zum Kommentar von Herrn Jahn halte ich die Äußerung von Herrn Watson definitiv für krude, den dahinter stehenden Gedankengang deswegen aber noch lange nicht.

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