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Kostenloses Facebook?

allfacebook.de verdichtet den Börsenbericht von Facebook so, dass sich folgende Zahlen leicht extrahieren lassen: Im vierten Quartal 2018 hatten sie 381 Millionen MAUs (monthly active users) und 4,15 Mrd. € Umsatz in Europa gemacht, oder ins Verhältnis gesetzt: 3,63 € Umsatz pro MAU und Monat (2,43 € weltweit). Im Gegensatz dazu zahle ich „als MAU“ oder eher DAU (daily active user, die obige Zahl wäre dann 4,91 € für Europa) einen Euro pro Monat für meinen – direkt bezahlten – Emailzugang bei mailbox.org, der mir noch eine PIM, etwas Cloudspeicher mit Online-Office und XMPP – das bessere Whatsapp – böte. Kein Wunder, dass Facebook eine Umsatzrendite von über 40% ausweist. Zum Vergleich: der deutsche Mittelstand ist in den in den wissensintensiven Dienstleistungen bei etwa 15%.

Gut, der Vergleich hinkt etwas, aber soviel zum ach so kostenlosen Facebook und Whatsapp! Irgendwer wird hier betrogen, und lasst mich mal raten wer…

13.06.2019 16:35 · Robert Kormann · 0 Kommentare

time-echo.de

Zeitsprünge Heilbronn zeigt in interaktiven Vergleichen von Ansichten das Einst und Jetzt Heilbronns. Zusätzlich kommen Zeitzeugen zu Wort und es werden weitere Themen behandelt, die dem Untertitel »interaktives Projekt zur Stadtgeschichte« gerecht werden. Spannend zu sehen, nicht zur für »Zuagroaste« — danke, Joo Peter!

19.10.2018 18:51 · Robert Kormann · 0 Kommentare

Umweltbilanz der E-Mobilität

Spektrum.de zeigt in einem Beitrag, dass die Umweltbilanz eines E-Autos eine erschreckend komplexe Sache sein kann, selbst wenn man die Frage auf die Klimawirksamkeit eines Autos reduziert, und Themen wie Stickoxide und Feinstaub außen vor lässt.

Ein wesentlicher Aspekt kommt dabei meines Erachtens immer noch zu kurz: Es wird Zeit, dass man sich in der Diskussion darum wieder auf die Formeln des Fahrwiderstands konzentriert: Alle Beiträge außer dem Luftwiderstand sind proportional zur Fahrzeugmasse. Und hierbei geht die Entwicklung eindeutig in die falsche Richtung ― moderne und komfortable, da leise Antriebskonzepte hin oder her.

11.12.2017 18:46 · Robert Kormann · 0 Kommentare

Finanzielle Ungerechtigkeit

Einen spannenden Aspekt finanzieller Ungerechtigkeit hat Vince Ebert bei Spektrum.de ausgegraben: Man kann ein Gesellschaftmodell bis zur Unkenntlichkeit vereinfachen. Das zufällige Moment von Gewinn und Verlust bei einer Geldanlage reicht um die angesprochene Ungerechtigkeit zu generieren.

Sicherlich hängt das Ausmaß der Ungerechtigkeit von der Gesellschaftsform ab, die Ungerechtigkeit an sich ist aber systemimmanent. Sobald sich Werte unkontrollierbar verändern können, ist das Problem da. Und da alle Spieler in diesem einfachen Modell gleich sind, sind Intelligenz, Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit nur bedingt als Begründung geeignet für den Erfolg des einen oder den Mißerfolg des anderen.

Diese Erkenntnis finde ich gleichermaßen beruhigend wie beunruhigend, entspricht aber durchaus der Lebenserfahrung.

11.12.2017 18:08 · Robert Kormann · 0 Kommentare

Algorithmus-TÜV

Patrick Beuth von Zeit Online schreibt im Artikel Die Automaten brauchen Aufsicht über ein Thema, das mit dem Vordringen von KI und Neuronalen Netzen immer präsenter wird: Die Möglichkeiten der KI-Systeme wachsen schneller als das ethisch-moralische Verständnis darüber. KI-Systeme werden funktionieren, ohne dass man so genau sagen kann, warum sie das tun, und nicht immer werden die Ergebnisse wünschenswert sein.

Nicht alle Menschen sind gut, was wohl für KI-Systeme in der Zukunft genauso gelten wird.

02.11.2017 20:36 · Robert Kormann · 0 Kommentare

Logik D12

Dass neben den Medikamenten in der Homöopathie auch die Logik ziemlich verdünnt daher kommt, beschreiben Natalie Grams, eine ehemalige Homöopathin, und Nikil Mukerji, Philosoph and er LMU München, im Spektrum der Wissenschaft.

»Potenziert« das Wissen…

24.09.2017 21:15 · Robert Kormann · 0 Kommentare

Ton Siedsma

Schon etwas betagter, aber immer noch gut: Die deutsche Übersetzung eines niederländischen Experiments aus dem Jahr 2014 auf Netzpolitik.Org. Was lässt sich anhand einer Woche Metadaten eines Handys alles über eine Person, in diesem Fall Ton Siedsma, herausfinden.

Meine besten Grüße an alle, die glauben, Metadaten seien harmlos.

01.10.2016 09:53 · Robert Kormann · 0 Kommentare

Der Osten wird dekodiert

Zwei der diesjährigen Preisträger des Grimme Online Award dekodieren den Osten: Straßengezwitscher sammelt rechte Übergriffe im Osten der Republik, und – sehr informativ – Dekoder übersetzt Artikel aus unabhängigen russischen Medien ins Deutsche, ergänzt um Gnosen, kurze und informative Begriffserklärungen von Experten.

Apropos Gezwitscher im Osten: Deutsche Vogelstimmen hat für uns die nächtlichen Geräusche auf dem östlich angrenzenden Friedhof Böckingen dekodiert, ein Ästling der Waldohreule.

25.06.2016 15:04 · Robert Kormann · 0 Kommentare

Unstatistik des Monats

Gerade beim Surfen drüber gestolpert: die Unstatistik des Monats am RWI in Essen.

12.06.2016 17:07 · Robert Kormann · 0 Kommentare

Körperverletzung und Sklavenhandel?

Einen interessanten neuen Aspekt liefert der französisch-schwedische Entwickler und Web-Designer Aral Balkan in seinem Zeit-Artikel Wir sind alle Cyborgs: Was wäre, wenn wir die Handys und sonstigen digitalen Assistenten als Teil des eigenen Ichs oder verlängertes Gedächtnis betrachten würden? Statt die konventionelle Sichtweise beizubehalten, dass sich große Internet-Konzerne der Spionage auf meinen digitalen Assistenten bedienen? »Zum einen wäre Überwachung nicht länger nur ein Abfangen von Signalen, sondern Körperverletzung. … Zum anderen wird dadurch deutlich, dass wir keine digitale Bill of Rights … brauchen. Alles, was wir tun müssen, ist, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte – die Rechte, die wir uns bereits selbst gegeben haben – im digitalen Zeitalter anzuwenden.« Meine Verweigerung von Facebook und WhatsApp ist also der Schutz meiner körperlichen Unversehrtheit!

Noch weiter geht dort der zweite aufgeworfene Gedanke, dass nämlich die Daten über mich deckungsgleich mit meinem Ich sind, quasi eine digitale Kopie. In diesem Sinne ist das Silicon Valley die moderne Version der East India Company, und die Datenerhebung der einschlägigen Firmen ist digitale Massenhaltung von Menschen oder Sklavenhandel, was ja schon lange ein lukratives Geschäft ist.

Ein – wie ich meine – erlaubter Gedanke…

12.03.2016 09:07 · Robert Kormann · 0 Kommentare

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