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CarrierIQ is watching you

Es ist schon bemerkenswert, was heute durch die einschlägige Presse (auch hier oder hier) geistert: US-Serviceprovider liefern an ihre Kunden vornehmlich Android-Handys mit der Rootkit-Software Carrier IQ. Diese ist zumindest dazu imstande, Tastatureingaben zu loggen, auch auf HTTPS-Seiten und so an Login-Informationen zu gelangen, eingehende SMS zu protokollieren, Nutzungs- und auch Positionsprofile zu erstellen.

Es mag ja in der Tat sein, dass die Anbieter von Handydienstleistungen die Software wirklich so genutzt haben, wie Carrier IQ ihr Produkt bewirbt, aber die Heimlichtuerei der Software und das teilweise komplett fehlende Opt-Out lässt nichts Gutes ahnen.

Dagegen bekommt die Diskussion um den Bundestrojaner regelrecht etwas Drolliges. Schöne neue Handywelt…

Hier noch ein paar englischsprachige Informationsquellen:

Update 2.12.2011: So langsam kommt etwas mehr Ordnung in die Sache: Auf Golem gibt es einen Update der gestrigen Meldung, und auch einen Hinweis darauf, dass die Idee mit den Rootkits auf Android nicht neu ist. Auch bei Heise gibt es neue Infos. Und auch der US-Datenschützer im Senat ist aufgewacht.

Ich bin mal gespannt, ob das ganze noch in den »normalen«, also nicht-technsichen Nachrichten auftaucht.

01.12.2011 21:52 · Robert Kormann · 0 Kommentare

Meine Wurst ist bei Facebook…

Ich lache mich »sauschwänzchenkringelig«: Meine Wurscht ist bei Facebook!

Facebook-Spicker

Das mit der facebookfreien Zone war definitiv anders gemeint. Wie da wohl die »Timeline« aussieht? Und das Datenschutzproblem kann man einfach aufessen. Mahlzeit!

22.11.2011 21:49 · Robert Kormann · 0 Kommentare

Fukushima und die Wahrheit

Nur gut ein Jahr ist der »atomgetriebene Dampf« der Bundesregierung jetzt her. Kaum zu glauben, was von Fukushima seither alles verdampft wurde: eine monarchisch regierende Landesregierung, eine Laufzeitverlängerung, und jetzt mein letzter Rest an Glaube daran, in hochentwickelten Ländern könnte die Abwickelung einer Nuklearkatastrophe professioneller laufen als seinerzeit in Tschernobyl. Zunächst der erschreckende Umgang mit den Menschen, die vor Ort die Sauerei aufräumen. Und jetzt rechneten Meteorologen zurück und veröffentlichen in Atmospheric Chemistry & Physics (siehe auch spektrumdirekt), dass sich die offiziellen Zahlen zum ausgetretenen radioaktiven Material während der Nuklearkatastrophe in Fukushima zumindest am unteren Rand der Wahrheit bewegen.

Deprimierend…

27.10.2011 20:59 · Robert Kormann · 0 Kommentare

So viel Miese hat die Welt

Bei Spiegel Online gibt es eine interessante Flash-Graphik zum Thema Schulden der Welt. Ein Klick auf ein Land verrät außerdem dessen Bruttosozialprodukt.

25.10.2011 18:25 · Robert Kormann · 0 Kommentare

Facebookfreie Zone

Den deutschen Datenschützern ist der lockere Umgang sozialer Netzwerke – allen voran Facebook – mit den Daten ihrer Nutzer zunehmend ein Dorn im Auge, wie Golem berichtet. Zu diesem Bericht im wahrsten Wortsinn am Rande bemerkt: Im Artikel wird davon gesprochen, dass Social Plugins mit den deutschen und europäischen Vorstellungen von Datenschutz nicht vereinbar sind, und in der rechten Randspalte befinden sich die entsprechenden Buttons. Wenn mir auch die Vorstellung der Datenschützer im Grundsatz etwas weit gehen – wie soll ich da überhaupt noch fremde Inhalte einbetten können –, erscheint es mir richtig, dass gehandelt werden muss.

Auch auf Golem wirbt Facebook in Person von Chris Cox – smart und mit dem Talent ausgestattet einem Eskimo einen Kühlschrank verkaufen zu können, ganz im Gegensatz zum grimmig dreinblickenden Datenschützer Thilo Weichert auf obiger Golemseite – für seine neue Oberfläche »Timeline«. Dabei fällt im Zusammenhang mit der Umstellung des Nutzerprofils auf Timeline der bemerkenswerte Satz: »And there is a lot of stuff there, that you didn't even realize or remember that it was there.« Genau da ist das Problem. Solange dieses besteht, bleibt diese Seite Facebookfreie Zone. Nik Cubrilovic bemerkt völlig zurecht, dass der Schutz der Privatsphäre im Internet heute in einem Zustand ist, wie die Computersicherheit vor etwa zehn bis fünfzehn Jahren. Früher hatte ein Tagebuch ein Schloss, damit es nicht alle lesen konnten, heute wird es im Internet veröffentlicht. Seltsame Welt…

Lässt sich gegen die Datensammelwut sozialer Netzwerke überhaupt etwas unternehmen? Einen technischen Ansatz versucht zum Beispiel das Projekt Diaspora (Wikipedia, Übersicht über andere Ansätze). Ich würde mich aber fast dem Urteil der Kritiker anschließen wollen: Technisch nicht lösbar. Andererseits könnte ich mir aber ein soziales Netzwerk mit zentraler Datenbank vorstellen, das ein eher »menschenähnliches Gedächtnis« hat, bei dem also Daten ein Verfallsdatum haben oder vom Mitglied wirklich gelöscht werden können, außer sie werden als Erinnerung gekennzeichnet. Da man das Computern nicht so leicht wird »einhauchen« können, müsste es von einer unabhängigen Institution kontrolliert werden. Allerdings entfällt dann das bisherige Geschäftsmodell sozialer Netzwerke, und Mitglieder müssten womöglich für deren Leistung Geld bezahlen wie heutzutage auch für Telefon- und Internetzugang. Was wäre daran aber so verkehrt…

Außerdem würde ich mit dem Begriff »Freund« weit weniger inflationär umgehen wollen als das in sozialen Netzwerken geschieht. Ich habe schon Mühe einen Freundeskreis aus wenigen Personen zu pflegen, und halte es daher für ausgeschlossen, tausende von »Freunden« zu haben. Freundschaften entstehen nicht durch Knopfdruck auf einer Seite, sondern wachsen vom Bekannten zu einem Freund über die Zeit. Wie soll man das auf virtuelle soziale Netzwerke übertragen? Keine Ahnung.

In dem Sinne: Facebookfreie Zone bis auf weiteres!

03.10.2011 12:00 · Robert Kormann · 0 Kommentare

Verräterische Kekse

Obwohl ich mir eine gewisse Wachsamkeit im Umgang mit dem Medium Internet zutraue, habe ich bisher dem Thema Nutzeridentifikation durch HTTP-Cookies keine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Drittanbieter-Cookies zur personalisierten Werbung empfinde ich dabei eher als lästige Schnüffelei. Vor dieser Art der Manipulation schützt mich auch ein Werbeblocker. Heikler wird es bei der Nutzeridentifikation durch Suchmaschinen. Einen Eindruck davon, was mit solchen Daten gemacht werden kann, liefert AOLStalker.

Verbraucher Sicher Online erklärt Sinn und Unsinn von Cookies mit einfachen Worten. Diese Seite bietet auch eine Cookie-Suchmaschine an.

Noch hinterlistiger können Flash-Cookies (Local Shared Objects) sein, da diese am Browser vorbei angelegt werden und auch Möglichkeiten für Missbrauch bieten, die jenseits derer von HTTP-Cookies liegen. Abhilfe schaffen da nur Browser-Plugins wie BetterPrivacy oder Programme wie CCleaner.

Ich werde jedenfalls meine »Cookie-Politik« umstellen und zur Metasuchmaschine Startpage wechseln.

PS Auch diese Seite legt ein Session-Cookie für nicht angemeldete Nutzer an, und ein weiteres Session-Cookie für angemeldete Nutzer.

01.10.2011 14:37 · Robert Kormann · 0 Kommentare

Der schwere Stand des Datenschutzes

heise online berichtet über eine von DaPriM untersuchte eine bemerkenswerte »fachfremde« Verwendung von Smart Meter-Daten, die ahnen lässt, welch einen schweren Stand der Datenschutz und der Schutz der Privatsphäre zukünftig noch haben werden. Das finde ich recht beunruhigend…

20.09.2011 18:50 · Robert Kormann · 0 Kommentare

Skeptiker-Lexikon

Die GWUP – Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V. – bietet ein interessantes kleines Skeptiker-Lexikon an. Freilich wird das keinen überzeugten Anhänger einer Parawissenschaft »bekehren«, ein kurzes Schlaglicht auf den Stand des tatsächlichen Wissens zur entsprechenden »Wissenschaft« gibt es aber allemal.

20.07.2011 20:35 · Robert Kormann · 0 Kommentare

Passwörter

Nicht, dass der Blogbeitrag von Oliver Sperke allzu viel neues bringen würde, aber die Sachkenntnis zum wichtigen Thema Passwortschutz kann er allemal erweitern. Deshalb hier der Hinweis darauf.

Auf eine Kritik im Kommentar zu obigem Blogbeitrag geht der Autor etwas später ein. Aber hier wird es recht technisch und wenig erhellend für »Otto Normalanwender«.

19.07.2011 20:51 · Robert Kormann · 0 Kommentare

Über unsere Verhältnisse

Einen für mich als Laien interessanten Kommentar schrieb vorgestern der 88-jährige Volkswirt Walter Hamm in der FAZ. Zitat: »Es wird höchste Zeit, aus den wohlfahrtsstaatlichen Träumen aufzuwachen und nur noch denen Hilfe zuzubilligen, die sich nicht selbst helfen können.«

Auch wenn man die Staatsverschuldung kontrovers diskutieren kann, so erscheint es mir trotzdem richtig, dass auch Staaten mittel- und langfristig Konsum nicht über Kredite finanzieren können, und die aktuelle Krisendiskussion um den Euro belegt dies deutlich.

»Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not« — Mal sehen, was aus den Rufern nach Haushaltskonsolidierung und der Schuldenbremse in den kommenden Jahren wird, wo jetzt der Trend wieder zu mehr Staat mit lockerer Geldbörse geht.

17.07.2011 15:18 · Robert Kormann · 0 Kommentare

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